Nadelstiche vor der Reise

Eintrag der Gelbfieberimpfung im Impfpass
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Gleich vorweg: Dies ist kein Gesundheitsratgeber für Impfungen, wenn man nach Ghana oder sonst wohin reisen möchte. Ein Gespräch mit dem Hausarzt/der Hausärztin (noch besser in einem Tropeninstitut) sollte unbedingt die Basis für die Impfentscheidung bilden. Ich möchte hier nur umreißen, gegen was ich mich alles impfen hab‘ lassen und warum.

Impfungen werden einem natürlich nicht geschenkt und sind teilweise gar nicht so billig (hier gibt es mehr Infos zu den Kosten). In meinem Fall hat aber die meisten Kosten meine Krankenkasse in Deutschland (Die Techniker, ehemals Techniker Krankenkasse) übernommen, daher musste ich mir keine Sorgen ums Geld machen. Darum unbedingt mal Kontakt mit der Krankenkasse aufnehmen (vor allem für alle, die in Deutschland versichert sind), vielleicht wird ja ein Teil der Impfkosten übernommen.

Generell muss ich sagen, dass ich alle Impfungen sehr gut vertragen habe (bis auf minimale Schmerzen im Oberarm, kein Wunder bei so vielen Impfungen) und nie irgendwelche gesundheitlichen Probleme damit hatte.

Gelbfieber

Ein Muss für einen Trip nach Ghana, da ansonsten die Einreise verweigert wird. Der Impfpass (und somit auch der aufrechte Gelbfieberschutz) muss bereits beim Benatragen des Visums an die Behörde gesendet werden. In meinem Fall wurde der Impfpass auch bei der Einreise am Flughafen nochmals kontrolliert. Wichtig dabei ist, dass sich ein offizieller Vermerk auf dem Impfpass befindet, dass es sich bei der Impfung auch wirklich um die Gelbfieberimpfung handelt! Am besten den Arzt/die Ärztin hinweisen, dass der Begriff auch in Englisch (Yellow-Feaver) vermerkt wird.

Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit für Gelbfieber. Wenn man es hat, dann hat man Pech und muss hoffen, dass es wieder abklingt. Glücklicherweise schützt die Impfung aber in 99% der Fälle effektiv vor einer Erkrankung. Eine Gelbfieberimpfung schützt lebenslang. Einige Länder haben aber die aktualisierten Richtlinien der WHO noch nicht umgesetzt und erfordern eine Auffrischung alle 10 Jahre. In jedem Fall vorher noch einmal kontrollieren, welche Anforderungen das Reiseland stellt.

Eintrag der Gelbfieberimpfung im Impfpass
Eintrag der Gelbfieberimpfung im Impfpass inkl. Stempel und Vermerk in englischer Sprache

Tollwut

Da ich ein Jahr in Ghana sein werde und man den Kontakt zu Tieren nicht immer vermeiden kann (und da mir die Krankenkasse auch die Kosten dafür erstattet hat) habe ich mich auch gegen Tollwut impfen lassen. Wichtig hier ist, dass eine Infektion in den meisten Fälle tödlich verläuft. Aus dem Bekanntenkreis habe ich gehört, dass sie die Impfung nicht gut vertragen haben und einige Zeit danach gekränkelt haben bzw. sogar grippeähnliche Symptome hatten. Ich hatte (bis auf etwas Schmerzen im Arm) jedoch keine Probleme.

Die Tollwutimpfung besteht aus drei Teilimpfungen, welche im Abstand von mindestens einer Woche stattfinden. Sie war bei mir die mit Abstand teuerste Impfung.

Meningokokken

Können eine Entzündung der Gehirnhaut auslösen und können sehr schnell lebensgefährlich werden. Da die Gefährdung besonders in Regionen südlich der Sahara sehr groß ist, die medizinische Versorgung eh nicht so gut ist und immer noch ca. 10% der Erkrankten versterben habe ich mir gedacht, dass es sicher nicht verkehrt ist, sich dagegen zu impfen.

Typhus

Der Krankheitserreger (ein Bakterium) wird vor allem unter unhygienischen Zuständen weitergegeben und betrifft somit sehr oft Entwicklungsländer. Die beste Prophylaxe ist somit eine gute Hygiene, jedoch bietet auch der Impfstoff einen ca. 60%-igen Schutz.

Also: Nicht nur impfen, sondern auch immer brav nach dem Klogehen (und auch zwischendurch) die Hände waschen! Schützt nicht nur vor Typhus und Hepatits A, sondern schätzen auch deine Kolleg*innen wenn sie dir das nächste Mal die Hand geben 🙂

Hepatitis A

Auch hier ist Hygiene ein entscheidender Faktor, welche in Ghana nicht immer gegeben ist, deshalb auch hier meine Entscheidung die Impfung zu machen. Die Impfung bietet hier aber einen besseren, im Vergleich zu Typhus, sicheren Schutz.

Hepatitis B

Durch meine Arbeit als Rettungssanitäter in Österreich bin ich sowieso schon gegen Hepatatitis B geimpft, von daher war hier nichts weiter erforderlich. Auch hier gibt es speziell in der Subsahararegion ein erhöhtes Risiko einer Übertragung.

Keuchhusten, Diphterie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung (4-fach Impfung)

Hier wurde mir von meiner Ärztin eine Auffrischung empfohlen. Diese habe ich nicht weiter hinterfragt und mich auch nicht mehr genauer mit den Krankheiten auseinandergesetzt.


Quellen für Infos zu Krankheiten/Impfstoffen

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbfieberimpfstoff
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tollwut
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Meningokokken
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Typhus
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_A
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_B

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