Fotoserie – Beautiful North

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„Long time, no see“ heißt in Ghana umgangssprachlich, dass man sich lange nicht mehr gesehen hat (diese Form des Englischen wird auch als Pidgin-English bezeichnet und ist meist eine vereinfachte Form des Englischen). Tja und das stimmt wohl, ich habe dich ganz schön hängen lassen. Dafür gibt’s jetzt so richtig was auf’s Auge! Positiv gemeint natürlich.

Die Landschaft in Ghana ändert sich sehr stark, wenn man vom Süden in den Norden reist. Das liegt daran, dass es im Süden zwei Regenzeiten gibt, und zwar zwischen Mai bis Juli und zwischen September und November. Im Norden jedoch, gibt es nur eine Regenzeit. Diese dauert von April bis September.

Durch das im Norden teils sehr trockene und heiße Wetter ist es dort dementsprechend nicht so fruchtbar und, was die Flora betrifft, mitunter sehr vertrocknet und kahl. Genau darin liegt aber die unbeschreibliche, landschaftliche Schönheit. Und die gibt’s jetzt auf’s Auge.

Am besten setzt du dich zum Betrachten der Bilder in der Mittagshitze in die Pralle Sonne. Dann kannst du ungefähr mitfühlen, wie heiß es auf den Fotos war. Topwert in Guabuliga: 42 Grad Celsius, bei ca. 6% Luftfeuchtigkeit. Da bleibt kein Auge trocken…äh falsch…da bleibt das Auge trocken! Durch die teils unglaubliche Hitze und die Trockenheit im Norden ist der Schmiermittelverbrauch in ungeahnte Höhen geschossen. Eigentlich ein Verweigerer fettender Kosmetikpampe, habe auch ich die Nützlichkeit von Lippenbalsam und Handcreme am eigenen Leib erleben dürfen!

Aber: Sengende Hitze, gepaart mit absoluter Luft-Nicht-Feuchtigkeit sind mir persönlich lieber als die 30 Grad, die das Thermometer bei meiner Ankunft in Accra angezeigt hat, in Verbindung mit 80% Luftfeuchtigkeit. Geht man aus einem klimatisierten Raum ins Freie, dauert es nämlich keine 10 Minuten, bis man durchgeschwitzt ist. Für jemanden, der noch nie in einem Land mit tropischen Klima war, ist das etwas heavy.

Lustige Anekdote noch: Das Wärmeempfinden hat sich doch immer sehr stark zwischen Ghanaer*innen und mir unterschieden. Die 20 Grad, beim Aufstehen um 6 Uhr morgens, waren für mich immer ein Traum, Abdul hingegen hat sich lautstark beschwert, dass es viel zu kalt sei. Umgekehrt wäre ich bei den 42 Grad am liebsten nackt herumgelaufen, trotzdem sah man immer noch genug Leute mit langer Hose. Klingt im ersten Moment verrückt, aber mal ehrlich: Wie blöd wäre denn das, wenn der Mensch derart unflexibel wäre?

Aber nun, Schluss der Worte. Genieße die unglaubliche Schönheit des Nordens!

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